Zum Inhalt springen

Triff Deine Entscheidung

Große Entscheidungen im Leben trifft man am besten wohl überlegt. Wir wollen Dir dabei helfen.


Wir liefern Dir hier die nötigen Informationen und Inputs, die Du brauchst um die für dich richtige Entscheidung zu treffen. Nimm Dir Zeit. Es geht schließlich um Deine Zukunft. 

Wir möchten, dass Du verstanden hast, was Aquaponik eigentlich ist und warum gerade Aquaponik in der Zukunft eine wichtige Rolle bei der Ernährung der Menschheit spielen wird. Wir zeigen Dir, warum wir glauben, dass unsere Aquaponikanlagen gerade für Landwirte die optimale Lösung sind, wieviel man investieren muss und wie man dafür belohnt wird. Und natürlich geben wir Dir einen Einblick in die Betriebe bestehender Kunden. 

Und wenn Du dann noch Zweifel hast, ob die Produktion von Fisch und Gemüse etwas für Dich ist, ob Du in der Lage bist, die Fisch zu schlachten und zu filetieren, und ob die Direktvermarktung von Fisch und Gemüse in Deiner Region funktioniert, dann mach zuerst einen kleinen Zwischenschritt. Bau Dir eine erste kompakte aber professionelle Aquaponikanlage und fang an, mit sehr kleinem Risiko Erfahrungen zu sammeln. 

 Erfolg hat nur 3 Buchstaben: TUN

Was ist eigentlich Aquaponik?
Kundenanlagen in Betrieb
Schlüsselfaktoren zum Erfolg
Starte mit geringem Risiko
Aus Alt mach Neu
Brauchst Du eine Beratung?
Erweitere Dein Wissen
Fischproduktion Weltweit

Häufig gestellte Fragen

Viele Fragen bekommen wir immer wieder gestellt und wir bieten Euch hier die Möglichkeit selbst eine Antwort darauf zu bekommen. Wenn ihr weitere Informationen braucht, sendet uns einfach eine Nachricht auf unserer Kontaktseite.

Bereits die Azteken setzten landwirtschaftliche Systeme ein, bei denen Pflanzen in fischreichen Gewässern aufgezogen wurden, um das nährstoffreiche Wasser zu nutzen. Beim modernen Ansatz werden Aquakulturen, also die Aufzucht von Fischen und Meeres-tieren, mit dem Anbau von Nutzpflanzen ohne Einsatz von Erde, den Hydrokulturen kombiniert.

Aber wie ist eine Aquaponik Anlage eigentlich aufgebaut?


Die Hauptkomponenten sind die Fischbecken, der Feststofffilter, der Biofilter und die Hydrokultur die über Rohrleitungen und Pumpen miteinander verbunden sind.

Im Fischbecken werden die Jungfische eingesetzt und gefüttert, bis sie nach 4-6 Monaten ihr Schlachtgewicht erreicht haben. Die Exkremente und Ausscheidungen, die die Fische ins Wasser abgeben, werden in den Feststofffilter gepumpt.

Dort setzen sich die Schwebeteile ab und können als Dünger weiterverwertet werden. Das verunreinigte Wasser fließt weiter in den Biofilter, wo Bakterien das Ammonium unter Verwendung von Sauerstoff aus der Luft, zu Nitrit und schließlich zu Nitrat umwandeln.

Das damit angereicherte Wasser fließt nun in die Hydrokultur, wo ihm die Pflanzen die Nährstoffe entziehen und so- reinigen. Das Wasser fließt anschließend zurück in das Fischbecken und der Kreislauf ist damit geschlossen.

Die wesentlichen Vorteile einer Aquaponikanlage liegen

  • im geringen Frischwasserverbrauch durch das geschlossene Kreislaufsystem
  • dem geringen Arbeitsaufwand durch Entfall von Unkrautbekämpfung
  • dem Wegfall von Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen durch den geschützten Anbaubereich
  • der Einsparung von zusätzlichen Düngemitteln
  • dem geringen Platzbedarf
  • und dem schnellen Pflanzen und Fischwachstum durch die positiven symbiotischen Wechselwirkungen

Die Kosten für den Bau einer Aquaponikanlage sind abhängig vom technischen Aufbau, der jährlichen Produktionsmenge von Fisch und Gemüse und der für die Aufzucht vorgesehenen Rassen.

Eine Einsteigeranlage mit einer jährlichen Produktionskapazität von 600kg Afrikanischen Wels und einem 15m² Gewächshaus kosten im Eigenbau ca. EUR 10.000.

Eine kommerzielle Anlage für die jährliche Produktionsmenge von 25 Tonnen Afrikanischen Wels und einem 100m² Gewächshaus kostet mit großer Eigenbauleistung zwischen EUR 100.000 und EUR 300.000. Der große Kostenunterschied hängt davon ab, ob ein Raum für die Unterbringung der Aquakultur vorhanden ist, ob zusätzlich Verarbeitungsräume benötigt werden und ob die Anbindung an eine bestehende Heizung möglich ist.

Die angegebenen Werte stammen von realisierten Anlagen in Zentraleuropa im Jahr 2023.

Das hängt stark vom Mastverfahren und der Fischart ab.

Beim Afrikanischen Wels, der in einer Kreislaufanlage gemästet wird, kann man von Mastkosten von ca. 8 EUR pro kg Filet ausgehen. Der größte Kostenfaktor ist dabei mit über 50% klar das Fischfutter. Der Rest teilt sich auf auf Kosten für Setzling, Stromkosten, Heizkosten und Kosten für die Verarbeitung bzw. Verpackung.

Die aufzuwendende Zeit für eine Aquaponikanlage hängt maßgeblich vom Anlagenaufbau ab und setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

  • Fisch: Fischfütterung (täglich): ca. 10 Minuten
  • Wartung Anlage (wöchentlich): ca. 15 Minuten bis ca. 1 Stunde
  • Schlachtung (pro Schlachttag): ca. 2 Stunden Vor- und Nachbereitung plus ca. 3 Minuten pro Fisch.

Pflanzen: Es gibt keinen täglichen Aufwand, da das Bewässern, Düngen und Unkrautjäten entfällt. Der Hauptaufwand ergibt sich durch das Säen bzw. Anpflanzen und das Ernten. Bei gewissen Pflanzen, z.B. den Tomaten, ist auch eine Pflanzenpflege (Ausgeizen) erforderlich. Der Zeitaufwand ist jedoch im Vergleich zum konventionellen Gemüseanbau wesentlich geringer.

Das hängt vom Aufbau der Aquaponikanlage und der Art und Menge des eingesetzten Futters für die Fische ab. Bei Anlagen mit einem richtig dimensionierten und gut funktionierenden Biofilter, der die von den Fischen abgegebenen Stoffen in Nitrat umwandelt, kann man von folgenden Mengen ausgehen:

Bei Schwachzehrern (z.B: Salat, Kräuter,...) ist 1m² Anbaufläche pro 50g Fischfutter (für Afrikanischen Wels) möglich. Bei Starkzehrern (z.B: Tomaten, Gurken,...) sind es 0,5m² Anbaufläche pro 50g Fischfutter.

Die Nitratwerte sind regelmäßig zu kontrollieren und für den Fall, dass sie zu hoch werden, durch die Beigabe von Frischwasser zu verdünnen.